Magie ist keine Abkürzung – Sie ist der Weg zu dir selbst
Wahre Selbstverwirklichung durch Magie bedeutet, den Mut aufzubringen, die Laterne in die dunklen Ecken der eigenen Seele zu halten. Es bedeutet, sich den eigenen Schatten zu stellen – jenen Anteilen, die wir lieber im Dunkeln lassen würden. Und das Herzstück dieser Schattenarbeit? Das ist die Begegnung mit unserem inneren Kind.
Ich kann aber gleich sagen, wer sich dazu bereiterklärt mit dem inneren Kind zu arbeiten, wird sich nach der Arbeit um so viel befreiter fühlen. Es kann allerdings, und das wird es bestimmt bei den meisten, nicht einfach werden. Es erfordert wahre Ehrlichkeit. Du musst dich dem Schmerz aus deiner Kindheit stellen und das kann Tränen bedeuten. Doch wenn du es geschafft hast, wird dich das Glück begleiten.
Die Versöhnung: Wie du mit deinem inneren Kind arbeitest
Das innere Kind ist kein abstraktes psychologisches Konzept. Es ist die Summe all deiner unverarbeiteten Emotionen, deiner kindlichen Staun-Kraft, aber auch deiner tiefsten Verletzungen. Um dich mit ihm zu versöhnen, braucht es keine komplizierten Formeln, sondern Präsenz, Geduld und radikale Ehrlichkeit.
Hier sind drei Schritte, wie du diesen Prozess „erdig-mystisch“ gestalten kannst:
Die Einladung (Der heilige Raum): Schaffe einen Ort der Sicherheit. Zünde eine Kerze an, die für dich Geborgenheit symbolisiert. Schließe die Augen und lade dein inneres Kind ein, einfach nur da zu sein. Erwarte nichts. Manchmal braucht das Kind Zeit, um aus seinem Versteck zu kommen. Spüre den Boden unter dir – die Erde trägt euch beide.
Das schreibende Zwiegespräch (Die Feder der Wahrheit): Nimm dir handgeschöpftes Papier und zwei verschiedene Stifte. Schreibe mit deiner dominanten Hand eine Frage an das Kind (z.B. „Was brauchst du gerade von mir?“). Antworte mit der anderen Hand. Die Schrift wird krakelig sein, wie die eines Kindes, aber die Antworten kommen direkt aus dem Unbewussten. Sei bereit für Tränen – sie sind das Wasser, das den harten Boden deiner Seele aufweicht.
Das rituelle Versprechen (Der Anker): Finde ein Symbol – einen Stein, eine Muschel oder ein Band am Handgelenk. Halte es fest und versprich deinem inneren Kind: „Ich sehe dich. Ich höre dich. Ich bin jetzt der Erwachsene, der dich beschützt.“ Trage diesen Gegenstand eine Weile bei dir. Er erinnert dein System daran, dass die Trennung zwischen „Damals“ und „Heute“ aufgehoben ist.
Versöhnung geschieht nicht über Nacht. Es ist ein Tanz im gedämpften Licht deiner inneren Welt. Aber wenn das Kind sich sicher fühlt, wird deine Magie plötzlich eine ganz andere Tiefe bekommen. Denn dann manifestierst du nicht mehr aus einem Mangel oder einer alten Wunde heraus, sondern aus einer geheilten Ganzheit.
Ich kann dir die Arbeit mit dem inneren Kind nur empfehlen und aus meiner eigenen Geschichte sagen wie befreiend es ist, wenn du die Schatten integriert hast. Und noch etwas ist meines Erachtens wichtig zu wissen. Für das gelingen, solltest du dir wirklich Zeit lassen und einen Schatten nach dem anderen bearbeiten. Es ist ein tiefer Prozess, kein kurzes Vorbeischauen; nimm dir die Zeit, die deine Seele braucht..
Ich wünsche dir bei deiner Arbeit mit dem inneren Kind ganz viel Erfolg und Liebe. Wenn du magst kannst du mir gerne deine Erfahrung schreiben. Ich würde mich sehr freuen von dir zu hören.
Herzlichst deine
Thea - Die Hagazussa

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